1. 2. 3. Feierrei und gude Laune…

Sonntag Juni 14th 2009, 02:13
Filed under: diary,ohnemuttiunterwegs

was war das denn…?

Soeben wach gewor­den. Rechte Hand über­säht mit Stem­peln von Clubs die ich nie gesehn hatte…

Schä­del brummt wie das Gerät von dem scheiß Bau­ar­bei­ter vor mei­nem Fens­ter… Außer­dem habe ich das Gefühl gelähmt zu sein. Bin echt am über­le­gen wie ich den Gang zum Klo bewerk­stel­li­gen soll…

Was war passiert?

Hatte ges­tern in einem Haus rei­cher Eltern gear­bei­tet. Gefei­ert wurde der Geburts­tag ihrer 18. Jäh­ri­gen Toch­ter. Job auch hier: Drauf ach­ten das die Gäste keine lee­ren Glä­ser haben.

Hab´s recht gut gemacht.. gegen 23 Uhr war meine Schicht been­det und ich wurde gezwun­gen in den anschlie­ßend gemie­te­ten Club im Kings Cross mit zu kommen.

Taxi -> Ein­gang -> Music -> Scotch und wie­der raus… Kla­mot­ten wecheln.. war immer noch mit der Full-Uniform unterwegs.

Bin gar nicht bis zum Hos­tel gekom­men. Wenige Meter vor der Ein­gangs­tür lerne ich nen abso­lut ver­rück­ten mitte-fünfziger ken­nen… Nach drei guten Jokes und paar mal Schul­ter­klop­fen fragt er mich: ob ich nicht Lust habe sei­nen Sohn beim Auf­le­gen zu zu sehen… Alles klar: Taxi -> VIP-Eingang -> Scotch und die geilste elek­tro­ni­sche Mucke… hier ne Hand vom Club-cheff geschüt­telt da den nächs­ten Drink gereicht bekom­men.… Zer­stö­rung vom feinsten.…

Wie sich im laufe des Abends her­aus­stellte, war ich mit dem Vater, von einem der popu­lärs­ten DJ´s Syd­neys, abstep­pen gewesen…

Elf Uhr mor­gens zurück im Hos­tel… in der Tasche immer noch die 50 Dol­ler Trink­geld der letz­ten Schicht…



Finanzkrise.. kann man das essen..?

Samstag Juni 13th 2009, 01:52
Filed under: diary,ohnemuttiunterwegs
Wie schon erwähnt, habe ich mir nen ganz ent­spann­ten Job hier in Syd­ney gean­gelt. Bin an Die­sen durch die Jungs, mit denen ich in Thai­land unter­wegs war, rang gekom­men. Der Mana­ger die­ser Hospitality-Agency ist zufäl­lig im sel­ben Dorf auf­ge­wach­sen wie die Jungs. Hab´s dadurch deut­lich ein­fa­cher gehabt…
Wie auch immer…
Ges­tern hatte ich das Ver­gnü­gen Gäste einer “Pent­house Relase-Party” zu bedie­nen. Easy… Laufe mit nem Grin­sen durch das Apart­ment und und biete Medi­en­ver­tre­tern und sol­che die´s wer­den wol­len, Cham­pa­gner und Wein an.
Hin und wie­der bekomme ich ein Tablett mit Kana­pees in die Hand gedrückt: Ente auf Gurke, Lachs auf Krä­cker oder ein­fach nur Pra­wns mit Knob­lauchsauce… der Cate­rer berech­net dem Ver­an­stal­ter 6 Dol­ler das Stück…
Für mich gibt´s nen Tel­ler gra­tis :)
Aber der abso­lute Ham­mer, ist der Preis für eine Nacht in der guten Stube.
1500 Dol­ler die Nacht… Drei Nächte müs­sen mini­mum gebucht wer­den. An Sil­ves­ter ist man mit 10.000 Doller/Nacht dabei… Bei drei Näch­ten kos­tet einem der Spaß läp­pi­sche 30.000 Dol­ler..!!! Wen jemand vor hat hier Slves­ter zu fei­ern, den muss ich lei­der ent­täu­schen. Das Pent­house ist für Jahre ausgebucht…
Muss aber dazu sagen, es ist der Ham­mer… drei Schlaf­zim­mer, Archi­tek­tur vom feins­ten, Möbel aus allen tei­len der Welt zusam­men­ge­tra­gen, einen Blick auf den Hafen und die Harbour-Bridge. Außer­dem gibts hier die beste Sicht auf die Sky­line Sydneys.
So, muss Schluss machen… 30.000 Dol­ler sparen…










Knapp daneben und doch daneben…

Mittwoch Juni 10th 2009, 11:06
Filed under: diary,ohnemuttiunterwegs
sorry für die lange Abwe­sen­heit aber die Ereig­nisse haben sich wie­der mal völ­lig überschlagen…
Hatte im Hos­tel in Broome drei Jungs ken­nen gelernt die mich mit nach Dar­win genom­men haben. Saug­eile Truppe. Ein Hol­län­der, der das Auto zur Ver­fü­gung gestellt hatte, ein Schwede der immer gerne nackig durch´s Out­back lief und ein Ire mit den häss­lichs­ten San­da­len die man sich hätte kau­fen kön­nen. Dazu kom­bi­nierte er einen brau­nen Cow­boy­hut. Ers­ter Ein­druck: Ouha, Mutti schmiert dem jeden Mor­gen noch das Nutella Brot. Musste sehr schnell fest­stel­len das ich kom­plett dane­ben lag.
Neben den San­da­len war er Besit­zer einer ca. 20 cm lan­gen Narbe an der lin­ken Wade. Woll­ten wis­sen woher die stamm und dann krieg­ten wir die derbste Story zu hören:
Er, damals 23 Jahre alt, besuchte sei­nen bes­ten Kol­le­gen in Nige­ria der dort Mis­sio­nars­ar­beit leis­tete. Als sie mit in einem Gelän­de­wa­gen von einem Dorf zum nächs­ten fuh­ren, näher­ten sie sich einem Fahr­zeug wel­ches eine Panne zu haben schien. Die Fah­rer­tür war mit einem gro­ßen roten Kreuz gekenn­zeich­net. Die Jungs ver­lang­sam­ten die Fahrt und woll­ten anhal­ten, als plötz­lich eine Gruppe Nige­ria­ner aus dem angeb­lich kaput­ten Fahr­zeug spran­gen und mit Kalasch­ni­kows auf ihr Auto feu­er­ten. Wie durch ein Wun­der ent­ka­men sie der Situa­tion. Kom­plett scho­ckiert bemerkte der Ire gar nicht das ihn eine Kugel an der Wade getrof­fen hatte. Das Blut schoss fon­tä­nen­ar­tig aus der Wunde. Im Kran­ken­haus ange­kom­men betete er keine Blut­trans­fu­sion bekom­men zu müs­sen. Halt­bar­keits­da­tum spielt in die­sem Land keine Rolle. Zwi­schen­zeit­lich viel der Strom aus. Um die Schmer­zen zu lin­dern bekam er einen dre­cki­gen Lap­pen zwi­schen die Zähne.
Letzt­end­lich ist er nur ganz knapp dem Tod ent­ron­nen. Den Fuß kann er wie­der zu 80% benut­zen. Hätte die Kugel den Kno­chen getrof­fen wäre ihm wohl der Fuß ampu­tiert worden.
Der Typ hatte von nun an mei­nen volls­ten Respekt, trotz der Sandalen.
50 Cent ist ne Witz­fi­gur dagegen.
Waren in allem ne super funk­tio­nie­rende Truppe. Jeder hatte seine Auf­ga­ben, Essen wurde brü­der­lich geteilt und jeder war in sei­ner Art speziell.
Echt zu schade das man sich wie­der tren­nen musste.
Hat­ten ne menge Spaß zusam­men. Gepennt wurde fünf Tage unter dem Ster­nen­him­mel. Mor­gens unterm Was­ser­fall geduscht, abends die Kro­ko­dile geär­gert und nachts aus­tra­li­sche Würst­chen am Feuer gebra­ten. (Muss an die­ser Stelle mal den deut­schen Würst­chen ein Kom­pli­ment machen. Geht nix über ne rich­tige Bratwurst)…
Den Abschied haben wir auf dem Greek-Festival in Dar­win gefei­ert. Inmit­ten von ca. 2000 Grie­chen und ne menge Ouzo. Meine Bremer-Griechen wären hier garan­tiert voll aus­ge­flippt. Ham­mer Party…!!!
Fünf Stun­den Flug.… Audi R8 und Mamis mit LV-Täschchen. Jep, ange­kom­men in Sydney.
Mor­gen geht’s wie­der mit dem Arbei­ten los. Muss das Minus auf dem Kon­to­aus­zug loswerden.
Kann glück­li­cher­weise wie­der in mei­nem alten Job anfan­gen. Werde mor­gen in nem Pent­haus Cham­pa­gner und Cana­pes ser­vie­ren. Dabei Men­schen beob­ach­ten die feh­lende Intel­li­genz mit Sili­kon in den Lip­pen aus­zu­glei­chen versuchen.
Evtl. fin­det sich ja jemand mit Sandalen.
















 

Suche



ÜBER MICH

wilhelm meister





Copyright © Wilhelm Meister, All Rights Reserved